Tierliebe am Ferienort

Tierliebe in den Ferien

Viele Tierfreunde fragen sich in den Ferien, wie sie streunenden oder leidenden Tieren richtig helfen. Die SUST zeigt, wie Sie Tierleid vermeiden und mit bewusstem Verhalten zum Tierschutz beitragen.

Die Kampagne

Damit die Ferien nicht mit einem schlechten Gewissen enden

Den heimatlosen Strandhund mit nach Hause nehmen? Die Katzen füttern, die ums Hotel streunen? Den kleinen Affen auf dem Touristenmarkt aus seinem Käfig freikaufen? Oder einen Ausritt auf einem abgemagerten Pferd unternehmen?

Solche Fragen beschäftigen viele Tierfreunde in den Ferien und trüben ihnen die Freude an Sonne, Strand und Erholung. Vielerorts sind sogar die Touristen, meist ungewollt, die Urheber des Tierelends: Billige Tierkämpfe, geschundene Reittiere, Tierverkäufe auf Touristenmärkten und eine grosse Überpopulation an streunenden Hunden und Katzen sind typische Folgen des Tourismus am Ferienort.

Gewusst wie, können Touristen viel für die Tiere erreichen, denn es sind die Urlauberinnen und Urlauber, die die Macht haben, solche Missstände zu unterbinden. Mit der Kampagne «Tierliebe am Ferienort» informiert die SUST, wie sie sich richtig verhalten.

Spontan mitnehmen geht nicht

Wer einen Hund oder eine Katze in die Schweiz einführen will, braucht Mikrochip, Heimtierausweis, gültige Impfungen und je nach Herkunftsland Bluttests und Wartefristen. Diese Vorbereitungen dauern oft mehrere Monate.

Was vor der Einreise nötig ist

Ein Tier aus dem Ausland?

Woran Sie eine seriöse Vermittlung erkennen und was Sie vor der Übernahme eines Tieres aus dem Ausland klären sollten, steht im Leitfaden der SUST.

Zum Leitfaden «Ein Tier aus dem Ausland»

Fragen und Antworten

Was ist denn nun richtig?

Die Antworten stammen aus den Kampagnen und Berichten der SUST. Weitere Tipps für verantwortungsvolles Reisen finden Sie in der kostenlosen Broschüre «Tierliebe am Ferienort».

Ein Tier mit nach Hause nehmen

Darf ich den heimatlosen Strandhund mit nach Hause nehmen?

Was wie ein Akt der Liebe erscheint, kann für das Tier tödliche Folgen haben. Der Import von Hunden und Katzen in die Schweiz unterliegt strengen gesetzlichen Vorschriften. Wer ein Tier ohne gültige Impfungen, ohne Mikrochip, ohne Heimtierausweis oder ohne vorgeschriebene Bluttests einführt, begeht eine Straftat. Und das Tier bezahlt den Preis dafür, mit Beschlagnahmung und oft mit dem Leben. Auch wenn es völlig gesund ist.

Was zwingend nötig ist, bevor ein Tier in die Schweiz einreisen darf:

  • Gültiger Heimtierausweis mit Mikrochip
  • Gültige Tollwutimpfung, mit Einhaltung der vorgeschriebenen Wartefristen
  • Tollwut-Antikörpertest (bei Einreise aus bestimmten Risikoländern) und anschliessend nochmals drei Monate Wartefrist
  • Gesundheitszeugnis einer anerkannten Tierärztin oder eines anerkannten Tierarztes
  • Allenfalls Bandwurmbehandlung, je nach Herkunftsland

Wichtig: Diese Vorbereitungen brauchen Zeit, oft mehrere Monate. Eine spontane Mitnahme ist schlicht nicht möglich. Die geltenden Vorschriften je Herkunftsland nennt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen: BLV, Reisen mit Heimtieren.

Ich habe mich in ein Tier verliebt und möchte ihm helfen. Was kann ich tun?

Wenn Sie sich im Urlaub in ein Tier verlieben und ihm wirklich helfen möchten, dann tun Sie es richtig: Kontaktieren Sie eine lokale Tierschutzorganisation vor Ort, unterstützen Sie sie finanziell, und informieren Sie sich beim BLV über die korrekten Importvorschriften, bevor Sie irgendwelche Schritte unternehmen. Ein paar Wochen Geduld und die richtige Vorbereitung können den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.

Ein Tier aus den Ferien mitzunehmen, ist nur dann sinnvoll, wenn sich dadurch seine Lebensqualität auch wirklich verbessert. Unzählige unüberlegte Feriensouvenirs landen nach den grossen Ferien in Schweizer Tierheimen oder werden wahllos verschenkt.

Leitfaden «Ein Tier aus dem Ausland»

Unterwegs am Ferienort

Soll ich den Affen auf dem Touristenmarkt freikaufen?

Nein. Die SUST rät in ihrer Broschüre «Tierliebe am Ferienort», keine Tiere aus Mitleid zu kaufen. Tierverkäufe auf Touristenmärkten gehören zu den typischen Folgen des Tourismus am Ferienort, und es sind die Urlauberinnen und Urlauber, die solche Missstände unterbinden können.

Ist ein Ausritt auf einem abgemagerten Pferd in Ordnung?

Nein. Die Broschüre «Tierliebe am Ferienort» rät: kein Reiten auf misshandelten Tieren. Geschundene Reittiere zählen zu den typischen Folgen des Tourismus am Ferienort. Die Broschüre zeigt auch, wie Sie tierfreundliche Alternativen erkennen und unterstützen.

Ein Selfie mit einem Wildtier oder ein Bad mit Delfinen: Was ist daran falsch?

Was für Touristinnen und Touristen wie ein unvergessliches Ferienerlebnis wirkt, bedeutet für die betroffenen Tiere grosses Leid. Viele dieser Tiere werden in Gefangenschaft gehalten, von ihren Müttern getrennt, dressiert oder unter unnatürlichen Bedingungen zur Schau gestellt. Damit sie für Fotos, Streicheleinheiten oder Shows «funktionieren», werden ihre Bedürfnisse missachtet. Wildtiere brauchen Platz, Ruhe, soziale Kontakte und ein Leben, das ihrer Art entspricht, keine laute Umgebung, ständigen Kontakt mit Menschen oder Kunststücke für Unterhaltung.

Tierfreundliche Ferien beginnen deshalb mit bewussten Entscheidungen: Verzichten Sie auf Angebote, bei denen Wildtiere angefasst, gefüttert, geritten, für Fotos benutzt oder zu Shows gezwungen werden.

Aus den Berichten

Neues zur Reisezeit

Hinweise der SUST für Ferien ohne Tierleid, vom Wildtier-Selfie bis zum Tier, das mit nach Hause soll.

Tierliebe am Ferienort: Bitte nicht auf Kosten der Tiere

Feriencrush mit einem Vierbeiner? Wenn Tierliebe tödlich endet

Aufklärung der Bevölkerung

Damit kein Tier aus Unwissen leiden muss

Die SUST gibt TierhalterInnen und TierfreundInnen Fachwissen weiter, mit Ratgebern, Medienarbeit und dem Podcast. Ihre Spende hält dieses Wissen für alle frei zugänglich.

Hellbrauner Labrador sitzt hinter der Scheibe eines parkierten Autos

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Zum Beispiel: Mit CHF 50 füllen Sie fünf Futternäpfe für Tiere in Not.

Zum Beispiel: Mit CHF 150 werden in Rumänien sechs Katzen kastriert und medizinisch versorgt.

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Zum Beispiel: Mit CHF 25 im Monat wird jeden Monat eine Katze in Rumänien kastriert und medizinisch versorgt.

Zum Beispiel: Mit CHF 50 im Monat kommen in einem Jahr 30 Kastrationen in Ägypten zusammen.

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