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Markus Trächsel, Dr. med. vet.

  • Spezialtierarzt FVH für Kleintiere
  • Inhaber der Tierklinik Rhenus in Flurlingen,  ZH
  • Tierärztliche Betreuung des Katzenhauses Schaffhausen seit 10 Jahren
  • Vizepräsident des Vereins für heimatlose Katzen (Katzenhauses Schaffhausen)
  • Organisation und Durchführung einer Katzenkastrationsaktion auf der Insel Giglio in Italien
  • Spezialisierung auf die Beratung und Behandlung von Südlandkrankheiten bei Hunden (Leishmanien, Ehrlichien, Babesien). Teilnahme an Studien und Mitverfassung von Fachartikeln.
  • Mitglied von Véterinaires sans Frontière
 
Eigene Tiere:  Kachina eine Mischlingshündin aus dem Tierheim; Borrego ein vor der Euthanasie geretteter Kater
 

Tierschutzalltag:
So lebt Dr. Markus Trächsel – Tierarzt und aktiver Tierschützer

Tierarzt Dr. Markus Trächsel ist ein wichtiges Mitglied der SUST-Teams, die seit 2005 regelmässig für Tierschutz-Einsätze nach Aegypten reisen. Der Tier-Fachmann, der am Roten Meer Tierärzte weiterbildet und Tiere aller Art behandelt und operiert, leistet auch hier in der Schweiz grossartige Arbeit: Als Inhaber und Leiter der Tierklinik Rhenus in Schaffhausen hat der 45-jährige Familienvater ausgefüllte Arbeitstage und betreut zusätzlich als Heim-Tierarzt das Katzenhaus Schaffhausen.

Der Arbeitsalltag eines Klinikleiters hat es in sich: Wenn Markus Trächsel um 6.30 Uhr aufsteht, kümmert er sich zuerst mit Ehefrau Michèle um seine beiden Kinder. Auch wenn die gemeinsamen Frühstücks-Momente jeweils nur kurz sind, ist es ihm wichtig, den Tag gemeinsam mit seiner Familie zu beginnen. Um 7.30 Uhr steht er dann bereits in der Kleintierklinik Rhenus in Flurlingen, Schaffhausen und dort den Morgenrapport. Besprechung der stationären Tier-Patienten, weiteres Vorgehen, Fälle, die aus anderen Praxen überwiesen wurden und die Operationen des Morgens stehen auf dem Programm. Narkosemanagement und Operationstechniken müssen bis ins Detail besprochen werden. Vier Tierärzte und einzelne Fach-Spezialisten (ein Augenspezialist, eine Tierphysiotherapeutin, eine Ultraschallspezialistin, eine Akupunteurin und eine Chirurgiespezialistin) teilen sich – zusammen mit den .. Angestellten das enorme Arbeitspensum in dieser Klinik . Während die einen Tierärzte operieren, kümmern sich die andern um die stationären Patienten und treffen mit Hilfe von Endoskopien, Ultraschalluntersuchen und Röntgenbildern Abklärungen für ihre tierischen Patienten. Meistens wird's spät und oftmals fällt das Mittagessen für den engagierten Tierfreund aus, denn um 13.30 Uhr beginnt für ihn bereits wieder die Telefonsprechstunde, die die Patientenbesitzer auch rege nutzen. Ab 14.15 Uhr bis abends um 18 Uhr (Montags und Donnerstags sogar bis 19.30 Uhr) wird dann in der Sprechstunden das ganze Spektrum der Allgemeinmedizin angeboten: Es werden Durchfälle behandelt, Tiere untersucht und geimpft und orthopädische Behandlungen durchgeführt.

Nach Ende der Sprechstunde kehrt Ruhe ein in der Tierklinik – dann findet der Tierarzt Zeit, Berichte zu schreiben, Laboranträge auszufüllen und mit seinen Assistenzärzten die einzelnen Fälle zu besprechen. „Ich versuche, jeweils um 20 Uhr die Klinik zu verlassen – und das gelingt mir auch teilweise" schmunzelt der Tierarzt über sein grosses Arbeitspensum. Der Lohn für das rechtzeitige Verlassen seiner Klinik macht ihn glücklich: „Ich kann dann zuhause nämlich meine Kinder ins Bett bringen. Am Donnerstag räume ich mir jeweils mehr Zeit für meine Liebe ein, ich kann dann mit meinem Sohn und meiner Tochter etwas unternehmen und auch mit ihnen zu Abend essen." Manchmal erzählt er ihnen dabei, von den heimatlosen Katzen – ein weiteres seiner Engagemente, die ebenfalls Zeit benötigen. Als Vizepräsident des Vereins für heimatlose Katzen  und als zuständiger Tierheim-Tierarzt, untersucht, impft, kastriert und behandelt er unzählige heimatlose Büsi im Katzenhaus Schaffhausen in Neuhausen. Zusätzlich beinhaltet dieser Einsatz auch viele Sitzungen für den administrativen Aufbau dieser Tierschutzorganisation. Auch hier wird die SUST aktiv: Neben intensiver Fach-Beratung und Aufbauplanung, liefert die SUST Tierheimmaterial und Katzenfutter, richtete den Behandlungsraum im Katzenhaus ein und spendete hochwertige Einzelboxen für die wichtige Quarantainestation.

Es ist kaum zu glauben, dass Markus Trächsel sich nebenbei auch noch Zeit nehmen kann, das SUST-Projekt in Hurghada am Roten Meer während des Jahres telefonisch und per E-Mail in veterinärmedizinischen Fragen zu beraten. Zusätzlich schaufelt er sich einmal pro Jahr eine ganze Woche frei, um sich persönlich vor Ort mit einem Einsatz-Team der SUST für das Tierschutzprojekt einzusetzen. Einsätze, die ihn Zeit, Geld und viel Organisationsaufwand kosten, die sich für ihn  aber auch lohnen: „Es gibt mir viel, zu sehen, dass wir mit diesen Einsätzen etwas bewegen. Mit anderen Tierfreunden gemeinsam die Verbesserung einer schlechten Tiersituation herbeizuführen und auch die Zusammenarbeit mit diesen Menschen erfüllen mich" schwärmt Markus Trächsel von seinen anstrengenden Einsätzen. „Die Erfahrung in einer anderen Kultur zu arbeiten und sie so hautnah kennen zu lernen, sich auch anders verhalten zu müssen und sich auf andere Arbeitsumstände einzulassen lernen – das alles ist eine grosse Bereicherung für mich." Neben der Freude, wichtige und elementare Tierschutzarbeit zu leisten, gibt es natürlich auch für erfahrene Tierschützer sehr traurige Momente in solchen Einsätzen: „Es sind die schrecklichen Tierschicksale, die mich immer wieder tief berühren – im Katzenhaus Schaffhausen, wie auch in Aegypten. Es ist unfassbar, wie grausam Menschen mit Tieren umgehen können" berichtet der Tierfreund aus seiner Erfahrung mit heimatlosen Tieren. „In Aegypten machen mit die Auswirkungen des Tourismus betroffen: Wie blind und unsensibel viele Menschen am Ferienort Unheil anrichten und nicht sehen, welches Elend sie damit auslösen, stimmt mich immer wieder nachdenklich."

Und wie sieht der Feierabend des engagierten Tierschützers aus? „Heute abend packe ich meine Koffer – in wenigen Tagen reise ich nämlich erneut mit einem Team der Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz nach Aegypten" lacht der Tierfreund, dem die Energie nie auszugehen scheint.