Verlieren Sie Ihre Angst bei den Profis
Angst?
Der Frühling naht – und damit auch die Zeit, sich an der frischen Luft aufzuhalten.
Für Menschen, die Angst vor Hunden haben, wird ein gemütlicher Spaziergang schnell zum Spiessrutenlauf und ein friedlich dahertrottender Dackel schnell zur "unberechenbaren Bestie". In unseren "Hundeangst-Seminaren" führen wir Menschen, die Angst vor Hunden haben behutsam auf Hunde zu (vorerst in hundeloser Theorie).
Die Seminare enthalten praktische Übungen und beantworten Fragen wie: Wie kommunizieren Menschen und Hunde? Wie soll ich mich in verschiedenen Situationen verhalten? Wie verhalten sich die Vierbeiner in welchen Situationen? Welche Rechte haben Spaziergänger, welche Rechte haben Hundehalter?
Die Kurse finden in 3 Teilen zu je 1,5 Stunden statt. Maximal werden vier Teilnehmer pro Kurs eingeteilt. Damit kann auf jeden Teilnehmer persönlich eingegangen werden. Die erste Lektion ist rein theoretisch, die beiden anderen sollen Mensch und Hund zusammenbringen.
Kosten für alle 3 Teile pro Person: Fr. 180.--
Weitere Informationen: Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz, Tel. 052 / 202 69 69
Haben Sie Angst vor Hunden?
„Wenn ich einen Hund sehe, dann wechsle ich die Strassenseite. Ich hasse Hunde nicht, aber ich habe eine grenzenlose Angst vor ihnen“ erklärte mir kürzlich die Teilnehmerin eines Seminars gegen Hundeangst. Und sie ist mit ihrer Angst bei weitem nicht alleine – mit ihr fürchten sich unzählige Menschen vor einer Begegnung mit einem der rund 460'000 in der Schweiz lebenden Hunde. Neben dem Erzählen von Erlebnissen, Erklärungen des Sozialverhaltens von Hunden und praktischen Uebungen mit Vierbeinern helfen in solchen Fällen meist auch einige Lektionen in „hündisch“. Viele Probleme, die Nicht-Hundehalter mit den Vierbeinern haben, entstehen nämlich aus Irrtümern, die leicht aus dem Weg geräumt werden können: Die Grundzüge in „hündisch“, die jedermann für Hundebegegnungen verstehen sollte, haben oftmals sogar eine erstaunliche Aehnlichkeit mit menschlichen Anstandsregeln:
Punkt 1: Sprachprobleme!
Ueberlegen Sie, was Sie sagen! Gerade Menschen, die Hunden gegenüber unsicher sind und eigentlich keine Begegnung mit ihnen wünschen, werden besonders intensiv von Hunden begrüsst. Oftmals weil sie – natürlich unbewusst – dem Tier mit ihrem Körper eine Mitteilung machen. Den Hund anstarren und sich aus dem Staub machen heisst für viele Vierbeiner soviel wie: „He, Duda – ja, genau Du – komm, komm, komm“. Die Hand zur Faust ballen und nervös in die Höhe halten bedeutet für viele Hunde: „Da habe ich ein Geheimnis drin, komm‘ und hol‘ es Dir!“ Besser: Machen Sie’s stattdessen wie mit einem unerwünschten Verehrer: Versuchen Sie ihm Ihre Interesselosigkeit mitzuteilen, indem Sie ihn ignorieren.
Punkt 2: Warum sollten gerade SIE angegriffen werden?
Leider gibt es Wesen (Menschen und Hunde), die scheinbar grundlos anderen etwas zu leide tun – das stimmt. Glücklicherweise sind das aber die ganz seltenen Ausnahmen. Grundsätzlich wird kein Hund auf Sie zukommen und Sie grundlos angreifen (weshalb sollte er?). Wenn Sie trotzdem befürchten, ein Vierbeiner sei Ihnen nicht freundlich gesinnt, dann können Sie sich einiger hündischer Beschwichtigungsgesten bedienen: Stehenbleiben, den Kopf zur Seite drehen und blinzeln signalisieren: „Ich will Dir nichts tun, tu‘ Du mir auch nichts!“ Wer dagegen mit Aggression oder sogar Gewalt auf einen entgegenkommenden Hund reagiert, muss damit rechnen, dass diese Aggression erwidert wird.
Missverständnis Nr. 1: Wer nett sein will, beugt sich zum Hund herunter!
Viele Hunde mögen es, wenn man sich auf ihre Grösse herunterkniet – das stimmt. Ein Mensch, der sich allerdings von oben herab über einen Hund beugt und sich ihm mit dem Gesicht auf eine Distanz von wenigen Zentimetern nähert, wird oft als Bedrohung empfunden.
Missverständnis Nr. 2: Hunde wollen gestreichelt werden!
Wie die meisten Menschen mögen es grundsätzlich auch viele Hunde, gestreichelt zu werden – das stimmt. Das bedeutet aber nicht, dass sie von wildfremden Menschen auf der Strasse ohne eine höfliche Vorstellung angefasst werden möchten (oder lassen Sie sich etwa einfach so von Fremden streicheln?).
Missverständnis Nr. 3: Schwänzelnde Hunde haben immer Freude!
Schwänzeln kann ein Ausdruck von Freude sein – das stimmt. Die Bewegung des Schwanzes ist für den Hund allerdings ein sehr wichtiges Ausdrucksmittel und wird deshalb in vielen Stimmungen eingesetzt – zum Beispiel auch bei negativer Erregung.