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Grosstierrettungsdienst GTRD

Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz finanziert die Kampagne "Auch Nutztiere haben professionelle Rettungen verdient" des GTRD (Grosstier-Rettungsdienstes)

Die Rettung von Grosstieren wie Pferden und Kühen erfordert spezielle Gerätschaften und grossen Aufwand: Nebst professionellem und oft teurem Equipment braucht es engagierte und langjährig ausgebildete Fachleute, die mit viel Feingefühl und grosser Erfahrung verunfallte Grosstiere aus lebensbedrohlichen Situationen befreien. Die ehrenamtlichen Spezialisten des Grosstierrettungsdienstes GTRD nehmen dafür nicht selten lange Anfahrtsstrecken in Kauf und scheuen weder Kosten noch Schmutz um die verängstigten Tiere möglichst schonend zu bergen. Rettungseinsätze des Grosstierrettungsdienstes gestalten sich oft aufwändig und sind meistens mit hohen Kosten verbunden.

Während die meisten Pferdenotfälle durch Versicherungen abgedeckt sind, stellen die bei der Rettung sogenannter Nutztiere entstehenden Kosten die Tierbesitzer nicht selten vor finanzielle Probleme - oft bleibt der GTRD sogar auf seinen Kosten sitzen. Dies hält ihn jedoch nicht davon ab, auch weiterhin täglich und unter Einsatz aller verfügbaren Kräfte die Leben von Nutztieren zu retten. Wir sind der Meinung, dass solches Engagement Unterstützung verdient. Deshalb hat sich die SUST bereit erklärt, für die Kosten für die Rettung von "Nutztieren" wie z.B. Kühen aufzukommen.

Denn wir finden: Auch "Nutztiere" haben professionelle Rettung verdient!

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Rind Agnes in Not

Januar 2015

Ein weiterer Bericht aus dieser Kampagne von Ruedi Keller, Leiter Grosstier-Rettungsdienst CH/FL: "Wir wurden von der Einsatzleitzentrale ELZ aufgeboten, um ein kleines Rind in Bertschikon aus einer Jauchegrube zu retten. Der Landwirt hatte den kleinen runden Schachtdeckel im Auslauf entfernt, um wie gewohnt den Mist in die Jauchegrube zu stossen. Dabei ist das kleine freche Rind "Agnes" ausgebüxt, ausgerutscht und direkt durch die kleine Öffnung in die fast volle Jauchegrube gestürzt. Bei diesen kalten Temperaturen ist es in den Jauchegruben eiskalt und deshalb höchste Eile geboten, weshalb wir sofort ausrückten und alles weitere via Polycomfunkgerät mit der ELZ und den zuständigen Feuerwehren auf der Fahrt koordinierten. Die Feuerwehr Gossau war als erste vor Ort, belüftete die Jauchegrube und konnte das Rind mit einem Halfter am Kopf sichern. Landwirte versuchten mit grossen Druckfässern das Niveau der Jauche zu senken. Die Feuerwehr Hinwil brachte das Pionierfahrzeug mit dem Kran. Wir kämpften uns durch den Verkehr, der infolge des Schneefalls dicht und langsam war. Zum Glück machten uns viele Verkehrsteilnehmer Platz und liessen uns passieren, so dass wir doch noch innert vernünftig Zeit nach Uster kamen, wo uns die Feuerwehr entgegen nahm und uns bis zur Unfallstelle dann mit Blaulicht und Wechselklanghorn vorfuhr. Wir legten sofort unsere Trockentauchanzüge an und stiegen in die tiefe und kalte Pampe. "Agnes" schwebte in der Jauche und zitterte am ganten Körper vor Kälte. Wir legten ihr sofort unser Grosstier-Vertikalbergungsset GTVBS an und schwammen danach mit ihr zu einer 10m entfernten Öffnung, da der Kran dort besser arbeiten konnte. Am Kran angehängt hoben wir das arme Tier vorsichtig durch die enge Öffnung und legten es auf ein vorbereitetes Strohbett. Dort zogen wir ihm sofort das GTVBS ab, wuschen es mit warmem Wasser und begannen es wieder aufzuwärmen. Mit dem Tierarzt untersuchten wir dann "Agnes" auf Verletzungen konnten aber keine finden. "Agnes" hatte grosses Glück im Unglück und hat den Unfall unverletzt, lediglich mit einer Unterkühlung überstanden. Auf jeden Fall schien sie richtig glücklich zu sein, als sie wieder zu den Kameradinnen zurückkehren konnte... Solche Momente lassen auch die nachfolgende intensive Reinigung des Einsatzmaterials vergessen..." Die SUST hat auch bei diesem Einsatz wieder das Defizit des GTRD gedeckt, so dass Rettungen für die "landwirtschaftlichen Nutztiere" weiterhin auf hohem Niveau möglich sind.

Land:
  • Schweiz
5 Säulen:
  • Soforthilfe
Rind Agnes in Not