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Aktivitäten Ungarn

Die SUST in Ungarn: Stetig wachsender Tierschutzerfolg seit 2002

Seit 2002 unterstützt die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz Tierheime und Tierschutzorganisationen in Ungarn - und laufend kommen neue Projekte und Partner-Tierheime dazu. Auf dieser Ungarn-Karte sehen Sie die von der SUST unterstützten Tierschutz-Projekte.

Auch hier baut diese Tierschutzarbeit auf vier Pfeilern auf:

1. Tierheimunterstützung: Hilfe zur Selbsthilfe

Die SUST plant und führt Tierheimoptimierungen durch, finanziert Tierfutter, führt Arbeitswochen durch, liefert paletteweise Hilfsgüter (Tierutensilien), finanziert und führt Umbauten durch

2. Kastrationsaktionen: Das Tier-Elend bremsen

Gemeinsam mit ihren Partnerprojekten und -tierärzten in Ungarn führt die SUST ausgedehnte Kastrationsaktionen durch und finanziert diese Operationen.

3. Aus- und Weiterbildung von Fachkräften: Das Problem wird an der Wurzel gepackt

Gemeinsam mit ihren Partnern plant und führt die SUST Tierärztetrainings und Tierschützer-Seminare in Ungarn durch.

4. Aufklärung der Bevölkerung: Tierliebe mit Herz und Verstand

Auch auf ungarisch bestehen die Informationsbroschüren, Kinderbüchlein und Plakatkampagnen der SUST.

Diese vier Pfeiler basieren auf der Soforthilfe für Tiere in Not: Neben dem SUST Tierwaisen-Hospital in Budapest, finanziert die SUST Notfallfutterlieferungen und diverses Material (zum Beispiel Infrapanels und isolierte Hundehütten im Winter). 

 

 

SUST-Report Ungarn:
Ein Land voller Hundeleid – die Lösung liegt nahe

Während eines ganzen Jahres erhob die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz in Ungarn Zahlen: Die Ungarn-Agentin der Stiftung, Gabriella Meszaros, besuchte Tötungsstationen und private Tierheime, sprach mit Tierärzten, zählte Strassenhunde und errechnete wieviele Hundeplätze in Heimen und Stationen überhaupt vorhanden sind. Sie traf dabei auf schreckliche Umstände und fragwürdige Zahlungen in diesem EU-Land: neben inakzeptablen Tötungsstationen, schockierenden Lebensumständen für Mensch und Tier, hatte sie auch mit dramatischen Einzelschicksalen von Hunden zu kämpfen.

Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz erstellte nun einen Report um über die Situation in Ungarn zu informieren und das dramatische Problem an der Wurzel zu packen. Rund 29’000 Hunde leben auf Ungarns Strassen unter traurigen Verhältnissen und vermehren sich laufend, rund 20’000 Strassenhunde werden jährlich eingefangen und die meisten von ihnen kommen in Tötungsstationen ums Leben. 115 Tötungsstationen werden vom Staat finanziert: Hundefänger, Angestellte in den Tötungsstationen, Immobilien, Futter und schlussendlich die Tötungen kosten das Land jährlich ca. 13,3 Millionen Euro. Das scheint ein profitables Geschäft für Betreiber dieser Tötungsstationen zu sein, die bei insgesamt 1'978 angebotenen Hundeplätzen in diesen Anstalten 6'724 Euro pro Platz und Jahr einnehmen! Ein Lösungsansatz, der nicht nur wirtschaftlich unlogisch, sondern auch weder zeit- noch tiergemäss ist: Tierschützer in ganz Europa kritisieren Ungarns Umgang mit seinen Strassenhunden seit Langem.

Die Kastration der aktuell rund 29’000 Strassenhunde – und damit der nachhaltige Lösungsansatz dieses Problems – würde den Staat rund 2 Millionen Euro pro Jahr kosten. Eine Investition, die sich lohnen würde – für Mensch und Tier.

Der Report und der entsprechende Lösungsvorschlag der Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz wird dem Landwirtschaftsministerium am 30. Januar 2019 durch Gabriella Meszaros persönlich präsentiert und übergeben.

Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz ist seit 2002 in Ungarn aktiv, arbeitet eng mit lokalen Tierärzten und Tierschützern zusammen und hat alleine im Jahr 2018 in diesem Land 2’710 Kastrationen durchgeführt und neben Einsätzen vor Ort rund 17 Tonnen Tier-Hilfsgüter in verschiedene ungarische Partnerorganisationen geliefert.