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Stopp Pelz

Bitte verzichten Sie auf Pelzprodukte!


Obwohl die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung die grausamen Haltungs-, Fang- und Tötungsmethoden klar ablehnt, boomt der Verkauf von Pelzprodukten.

Nachdem das Tragen von Pelz insbesondere in den 90er Jahren verpönt war, ist der Absatz von Pelzprodukten in den letzten Jahren auch in der Schweiz wieder stark angestiegen. Pelz wird heute in grossen Massen billig produziert und dient fast nur noch zur Verzierung von Textilien und modischen Accessoires. Dadurch wird Echtpelz oft gar nicht wahrgenommen und das immense Tierleid dahinter verkannt. Zwar besteht seit 2014 eine Deklarationspflicht für Pelzerzeugnisse. Die entsprechenden Angaben werden von den Konsumenten jedoch kaum beachtet, weil das schicke Aussehen im Vordergrund steht. Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass die tierquälerischen Pelzerzeugnisse vielfach mangelhaft deklariert sind.

Insbesondere über die konkrete Tötungsmethode sagt die Deklaration nichts aus. Dies, obschon in Asien das Erschlagen die Standardmethode ist. Beim anschliessenden Häuten der Tiere sind diese nicht selten noch am Leben und bei Bewusstsein. Als Tötungsmethoden finden ausserdem insbesondere das Vergasen mit Kohlenmonoxid (CO) oder Kohlendioxid (CO2), die Injektion von Giften und elektronischer Strom (Elektrokution) Verwendung. In der Nerzzucht wird vor allem mit Gas getötet, was zu heftigem Stechen in den Atemwegen, Atemnot und Unruhe führen kann. Füchse werden meist mit einem Stromschlag getötet. Dabei wird dem Tier eine Elektrosonde in den After geführt und dieses dazu veranlasst, in eine zweite Elektrode zu beissen. Auch hier kommt es vor, dass Tiere vor der Tötung nur unzureichend beziehungsweise gar nicht betäubt oder sogar lebendig gehäutet werden.

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So erkennen Sie echten Pelz

Stopp Pelz

Wussten Sie, dass auch angeblicher Kunstpelz häufig aus echtem Tierfell besteht?
 
Viele Menschen verzichten den Tieren zuliebe auf echten Pelz – und stehen beim Kauf von neuen Kleidungsstücken oft unsicher vor Pelzapplikationen. Echter Pelz sollte zwar entsprechend deklariert sein, Nachforschungen von Tierschutzorganisationen decken jedoch immer wieder auf, dass echter Pelzbesatz an vielen Kleidungsstücken nicht vorschriftsgemäss ausgewiesen wird. Auch ein günstiger Preis spricht leider längst nicht mehr dafür, dass es sich um Kunstfell handelt. Im Gegenteil: Kunstfell ist oft sogar teurer als echtes Tierfell.
 
Wie lässt sich echter Pelz von Kunstfell unterscheiden? Hier einige Tipps:
 
1. Leder oder Stoffunterlage?
Unter echtem Fell finden Sie Leder vor! Wenn Sie echten Pelz auseinander ziehen, stossen Sie zuerst auf die Unterwolle des Tieres (feine, flauschige Tierhaare), darunter sehen Sie das Leder. Handelt es sich um Kunstpelz, stossen Sie auf eine Stoffunterlage, an der die Kunsthaare befestigt sind.
 
2. Machen Sie den Anpust-Test!
Wenn Sie echten Pelz leicht anpusten, bewegen sich die Haare – sie sind beweglicher als künstliches Fell. Ausserdem entdecken sie im Echtpelz lange Deckhaare und feine, kürzere Unterwolle. Im Kunstpelz hingegen werden sie gleich dicke und gleich lange Haare finden.
 
3. Wenden Sie die Brennprobe an!
Mit der Brennprobe können Sie deutlich feststellen, womit Sie es zu tun haben: Zupfen Sie einige Haare aus und verbrennen Sie sie. Riechen Sie jetzt den typtischen Geruch verkohlter Haare, ist es Echtpelz. Ist es jedoch Kunstpelz riecht es synthetisch und die Haare schmelzen zu einem kleinen, harten Klumpen.
 
4. Verzichten Sie im Zweifel!
Da Pelze auch gefärbt oder anderweitig behandelt werden, ist es oft nicht 100-ig sicher festzustellen, ob es sich um falschen oder echten Pelz handelt. Im Zweifelsfall verzichten Sie lieber auf das verdächtige Stück!

Land:
  • Schweiz
5 Säulen:
  • Aufklärung und Information
So erkennen Sie echten Pelz