Grosstierrettungsdienst GTRD

Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz finanziert die Kampagne "Auch Nutztiere haben professionelle Rettungen verdient" des GTRD (Grosstier-Rettungsdienstes)

Die Rettung von Grosstieren wie Pferden und Kühen erfordert spezielle Gerätschaften und grossen Aufwand: Nebst professionellem und oft teurem Equipment braucht es engagierte und langjährig ausgebildete Fachleute, die mit viel Feingefühl und grosser Erfahrung verunfallte Grosstiere aus lebensbedrohlichen Situationen befreien. Die ehrenamtlichen Spezialisten des Grosstierrettungsdienstes GTRD nehmen dafür nicht selten lange Anfahrtsstrecken in Kauf und scheuen weder Kosten noch Schmutz um die verängstigten Tiere möglichst schonend zu bergen. Rettungseinsätze des Grosstierrettungsdienstes gestalten sich oft aufwändig und sind meistens mit hohen Kosten verbunden.

Während die meisten Pferdenotfälle durch Versicherungen abgedeckt sind, stellen die bei der Rettung sogenannter Nutztiere entstehenden Kosten die Tierbesitzer nicht selten vor finanzielle Probleme - oft bleibt der GTRD sogar auf seinen Kosten sitzen. Dies hält ihn jedoch nicht davon ab, auch weiterhin täglich und unter Einsatz aller verfügbaren Kräfte die Leben von Nutztieren zu retten. Wir sind der Meinung, dass solches Engagement Unterstützung verdient. Deshalb hat sich die SUST bereit erklärt, für die Kosten für die Rettung von "Nutztieren" wie z.B. Kühen aufzukommen.

Denn wir finden: Auch "Nutztiere" haben professionelle Rettung verdient!

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Ein Rind in einem Güllenloch in Läufelfingen

Juni 2014

Die Alarmmeldung von der ELZ Flughafen: "Ein Rind in einem Güllenloch in Läufelfingen. Die Feuerwehr ist vor Ort und hat einen Einweisposten eingerichtet, die Erreichbarkeit ist über Funk FW-Kanal 6 sichergestellt. 35 Minuten nach dem Alarm trifft das Bergungsfahrzeug von Gränichen vor Ort ein, zwei weitere Personen von den Stützpunkten AG und BE sind noch unterwegs. Die Feuerwehr ist mit ca. 20 Personen vor Ort, das Kranfahrzeug ist vorbereitet. Der Tierarzt ist anwesend. Ebenfalls ist eine Patrouille der KAPO BL anwesend." Das Rind war eine hochträchtige Kuh, die bei der Flucht vor irgendetwas Unerklärlichem den Holzdeckel des Güllenloches verschoben hat und reingestürzt ist. Im ersten Augenblick steckte sie nur mit den Hinterbeinen im Loch. Noch vor dem Eintreffen der FW rutschte sie aber komplett in das Loch. Zum Glück war das Güllenloch nur 1.8 m tief und die dünnflüssige Gülle nur kniehoch. Die Öffnung war 60cm breit und 1m lang. Da war klar eine Vertikalbergung angesagt, wo das Tier mit dem GTVBS vertikal aufgerichtet und so herausgehoben wird. Die nutzbare Höhe mit dem Kran unter dem Vordach war nur gerade 2.2m, also erschwerte Bedingungen. Deshalb musste das Tier mit Hilfe eines Kettenzuges nach Erreichen der maximalen Höhe noch am "Fallschirm" in die Horizontale angehoben und anschliessend das Loch abgedeckt werden. Wir fingen die Kuh im Güllenloch mit einem Feuerwehrmann ein und legten ihr das Grosstier- Vertikalbergungsset an. In der Zwischenzeit waren alle benötigten GTRD-Mitglieder vor Ort, bereiteten oben noch alles Erforderliche vor, wonach das Tier schonend und ruhig angehoben werden konnte. Eine Stunde nach dem Alarm war die Kuh wieder im Stall, wurde gereinigt und durch den Tierarzt untersucht. Sie hat den Ausflug in die Tiefe dank unserem Vertikal-Bergungsset nur mit leichten Schürfungen gut überstanden. Die SUST hat auch bei diesem Einsatz wieder das Defizit des GTRD gedeckt, so dass Rettungen für die "landwirtschaftlichen Nutztiere" weiterhin auf hohem Niveau möglich sind.

Land:
  • Schweiz
5 Säulen:
  • Soforthilfe
Ein Rind in einem Güllenloch in Läufelfingen
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