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Legehennen

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Das Leben einer Legehenne ist kurz und arbeitsreich: Nach zehn bis zwölf Monaten intensiven Eierlegens für ihren Produzenten kommen sie in die sogenannte Mauser. Die Mauser ist eine hormonell bedingte Ruhepause, in der sich der Legeapparat der Tiere regeneriert und das Federkleid erneuert wird. Die Mauser dauert zwei bis drei Monate, mindestens drei Wochen davon findet eine Legepause statt. Die Hennen erbringen in dieser Zeit somit nicht mehr den gewünschten Profit und werden aus diesem Grund nach dieser ersten Legeperiode kurzerhand vergast (oder anders getötet) und gegen junge Hühner ersetzt. Zig-Tausende von Legehennen werden in der Schweiz jährlich nach wenigen Monaten ihres Lebens getötet.

Einige von Ihnen haben allerdings Glück und dürfen weiter leben: Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz konnte sich mit den Inhabern verschiedener Legebetriebe darauf einigen, dass sie Tiere, für die sie einen neuen, artgerechten Platz findet, übernehmen und weiterplatzieren darf. Solche Ausstallungen finden mehrmals jährlich statt.

Wenn auch Sie einigen Hennen ein Zuhause bieten möchten und können, füllen Sie dieses Formular aus: Legehennen-Formular

Für die erste Zeit nach der Übernahme haben wir einen Ratgeber erstellt. Sie können das pdf mit einem Klick herunterladen: Ratgeber

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an das Legehennen-Projektteam: legehennen@susyutzinger.ch

 

Aktivitäten

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Die erste Zeit nach der Übernahme von Legehennen

Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihre Bereitschaft, einigen Legehennen einen artgerechten und lebenslangen Platz zu bieten. Diese Hühner lebten bis anhin in riesigen Herden auf einem Grossbetrieb. Sie werden somit einige Zeit brauchen, um sich an neue Artgenossen, an die veränderte Umgebung und den fremden Tagesablauf zu gewöhnen.


Die Tiere lebten bis anhin mit unzähligen anderen Hühnern auf teilweise engem Raum. Optisch bieten Ihre neuen Stallbewohnerinnen wohl noch keinen besonders schönen Anblick: Sie werden ihre Zeit brauchen, bis sie wieder schöner im Gefieder werden – auch ihre Kämme werden mit der Zeit in der guten neuen Haltung übrigens an Farbe gewinnen. Ebenfalls ist zu erwarten, dass diese Feder-Mädels weniger Eier legen, als sie es in ihren Hochleistungszeiten getan haben und es kann gut sein, dass ihre Eier vorerst dünnere, zerbrechlichere Schalen aufweisen.

- Es ist ratsam, gleich mehrere neue Hühner in eine bestehende Gruppe zu setzen, damit die neuen nicht „untergebuttert“ werden.  Wir empfehlen, die neuen Damen abends in die bereits schlafende Gruppe zu integrieren (direkt auf die Stange setzen). Am nächsten Morgen können die neu zusammengeführten Tiere gemeinsam erwachen.

- Es ist nicht zu erwarten, dass die neuen Hennen Endo- und/oder Ektoparasiten mit in Ihren Bestand bringen, so dass Sie Ihre neuen Schützlinge gemeinsam mit dem alten Bestand der nächsten regulären Entwurmung unterziehen können. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dass die Tiere keine Parasiten mit in Ihren Bestand bringen, empfiehlt sich ein Kotuntersuch beim Tierarzt. (Bis Sie das Resultat erhalten, müssen die neuen Hennen dann noch getrennt von den anderen Hühnern wohnen).

- Sollten Sie einen erfahrenen Hahn in ihrer Gruppe haben, wird dieser den Hühnern Vieles zeigen und sie anleiten – wenn alles richtig läuft, wird er sie auch am gegenseitigen Federpicken hindern (vorausgesetzt, dieser Hahn hat Erfahrung im Umgang mit einer Herde).

- Wir empfehlen Ihnen, Ihre neuen Hennen vorerst (einige Monate) weiter mit Legemehl zu füttern. Da sie in dieser Umstellungszeit ihr Gefieder neu aufbauen und sich den neuen Gegebenheiten anpassen müssen, ist es optimal, wenn sie sich nicht zusätzlich noch auf neues Futter einstellen müssen.

- Bitte achten Sie auch darauf, dass sich die Hühner schnell mit den für sie neuen Tränken anfreunden und wirklich trinken.

 

 
Land:
  • Schweiz
5 Säulen:
  • Soforthilfe
  • Aufklärung und Information
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