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Nutztierrettung Schweiz

Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz führt gemeinsam mit dem GTRD (Grosstier-Rettungsdienst) die Kampagne "Auch Nutztiere verdienen professionelle Rettungen"

Die Rettung von Grosstieren wie Pferden und Kühen erfordert nebst professionellem und oft teurem Equipment auch engagierte und langjährig ausgebildete Fachleute, die mit viel Feingefühl und grosser Erfahrung verunfallte Grosstiere aus lebensbedrohlichen Situationen befreien. Die ehrenamtlichen Spezialisten des Grosstierrettungsdienstes GTRD nehmen dafür oft lange Anfahrtsstrecken in Kauf und scheuen weder Kosten noch Schmutz, um die verängstigten Tiere möglichst schonend und tiergerecht zu bergen. Rettungseinsätze des Grosstierrettungsdienstes gestalten sich meist aufwändig und sind mit hohen Kosten verbunden.

Während die meisten Pferdenotfälle durch Versicherungen oder die private Finanzierung ihrer Halter abgedeckt sind, stellen die Kosten, die bei der Rettung sogenannter Nutztiere entstehen die betroffenen Landwirte oft vor finanzielle Probleme. Um diese wichtigen Einsätze dennoch zu gewährleisten, führt die SUST gemeinsam mit dem GTRD die Aktion «Auch Nutztiere haben professionelle Rettungen verdient» und finanziert die SUST seit Jahren die ungedeckten Kosten für die Rettungen sogenannter «Nutztiere».

 

Grosstierrettungsdienst GTRD

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Kampagne "Auch Grosstiere haben professionelle Rettung verdient"

Mai 2014

Am Ostersonntag muss ein Wasserbüffel mit seiner Klaue einen schweren Stahl-Dolendeckel mit einem Öffnungsdurchmesser von 60 cm verschoben haben, wonach 2 Wasserbüffel durch diese Enge in die Jauchegrube stürzten. Als der Landwirt das Malheur entdeckte, alarmierte er sofort die Feuerwehr und belüftete die Grube mit dem Silogebläse. Der Einsatzort lag in Hauenstein-Ifenthal also im Kanton Solothurn. Dort sind die Einsatzzentrale der Feuerwehr und Polizei zusammen und auch der GTRD ist dort aufgeschaltet. Sobald ein Feuerwehrnotruf für eine Grosstierrettung auf die dortige Einsatzzentrale geht, rücken Feuerwehr und Polizei aus und zusätzlich wird auch der GTRD alarmiert. In diesem Fall rückte die Feuerwehr aber nicht aus, da sie für solche Fälle nicht ausgerüstet ist: Sie übergab den Fall gleich von Anfang an den GTRD. Lediglich die Polizei mit dem Tierschutzbeauftragten rückte aus, um zu checken, ob es den Tieren gut geht und ging dann wieder. Da die Tiere nicht gesichert werden konnten, liessen wir sofort unser Bergungsfahrzeug von Gränichen AG ausrücken, da dieses am schnellsten vor Ort sein konnte. Als zweites kam der Stützpunkt Bern mit 2 Personen an. Da die Öffnung lediglich 60 cm betrug und es sich um Wasserbüffel handelte, die nicht so einfach zu handeln sind, rückten wir ausnahmsweise mit Spezialmaterial auch von Zürich aus an. Es war schnell klar, dass eine Bergung dieser Tiere (durch eine solch kleine Öffnung) nur vertikal mit unserem Grosstier- Vertikalbergungsset GTVBS möglich war. Dazu brauchten wir zwei Hebegeräte mit denen wir ganz fein arbeiten konnten. Wir montierten an einem Weidemann unseren Elektro-Kettenzug und etwas dahinter eine Umlenkrolle, um die Frontwinde des Bergungsfahrzeugs einsetzen zu können. Als der Tierarzt eintraf, rüsteten wir 2 Narkosepfeile und sedierten den 1. Wasserbüffel. Da in der Jauchegrube noch rund 80 cm Jauche standen, war die grosse Schwierigkeit den Büffel zu erwischen, bevor er zu Boden geht, da er sonst ertrinken würde. Es klappte alles wie geplant: Wir konnten den Büffel rechtzeitig sichern und ihm dann das GTVBS (Grosstier- Vertikalbergungsset) anlegen. Wir sedierten wir noch den 2. Büffel, und hoben danach den 1. Büffel an: In Millimeterarbeit konnten wir ihn so schonend aus der engen Öffnung heben. Wir verschlossen die Öffnung, legten den Büffel ins Stroh, zogen das GTVBS ab wonach der Büffel aufstand und unverletzt in den Auslauf geführt werden konnte. Danach retten wir den 2. Büffel genau gleich und auch dieser konnte unverletzt und schonend aus der misslichen Lage befreit werden...

Land:
  • Schweiz
5 Säulen:
  • Soforthilfe
Kampagne "Auch Grosstiere haben professionelle Rettung verdient"
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